- Bürgerbegehren zur
Stadthallenerweiterung:
eine Mehrheit aus CDU, FDP, Freien
Wählern, “Heidelbergern”, Grünen, “generation hd” und OB Würzner hat für
einen Neubau neben der historischen Stadthalle gestimmt (27 Stimmen).
Gegen die Erweiterung der Stadthalle und damit gegen den Standort eines
Kongresszentrums in der Altstadt stimmten SPD, GAL, “Bunte Linke” und
“Heidelberger pflegen und erhalten” (14 Stimmen). Bei nichtrepräsentativen
Umfragen und Stimmungsbildern (RNZ, Rhein-Neckar-Fernsehen) äußerte sich
immer eine deutliche Mehrheit gegen den großen Anbau, damit auch gegen den
Abriss von 12 Sozialwohnungen und gegen die Überbauung des
Montpellierplatzes.
Diese Mehrheit bekommt nun Gelegenheit, mit einem Bürgerbegehren
gegen diese Gemeinderatsentscheidung anzugehen. ....... mehr dazu unter Aktuelle Themen
Steilvorlage für Anbaugegner
Drei Intendanten halten Flyer vor die Kamera,
auf denen hochklassige Architekturdenkmäler Europäischer Städte abgebildet
sind. Dazu stellen sie die Frage „Hätten Sie dem zugestimmt?“ (RNZ, 13.
Juli 2010). Die BÜRGER FÜR HEIDELBERG hätten hier uneingeschränkt mit
JA zugestimmt, denn bei diesen drei Beispielen stimmt – im Gegensatz zum
geplanten Stadthallenanbau - einfach alles!
Begründung im Einzelnen:
Barcelona: Die Kirche „Sagrada Familia“ von Antonio Gaudi,
ein außergewöhnliches Kunstwerk des Jugendstils, entstand bewusst
außerhalb der unberührten Altstadt im Zuge der rasterartigen
Stadterweiterung, die hinter der Altstadt die ganze Ebene überzieht. Die
Entfernung von der „Sagrada Familia“ zum Zentrum der Altstadt beträgt 5 km
Luftlinie. Barcelona hat auch ein attraktives Kongresszentrum: Es liegt in
einem Neubaugebiet, ebenfalls 5 km Luftlinie vom Zentrum der Altstadt
entfernt.
Paris: Der Eiffelturm, das technische Wunderwerk von Gustave
Eiffel, wurde auf einem extra neu angelegten Messegelände erbaut, bewusst
weit weg (4 km Luftlinie) von der Altstadt. Das Gelände der
Weltausstellungen lag außerhalb der Stadterweiterung durch Georges-Eugène
Haussmann. Paris hat natürlich auch ein Kongresszentrum: Es liegt 32 km
von der Stadtgrenze entfernt, was aber der Attraktivität von Paris als
Erlebnisraum Stadt keinerlei Abbruch tut.
Bilbao: Das Guggenheim-Museum von Frank O. Gehry setzt
seinen unübersehbaren städtebaulichen Akzent an den Rand der Altstadt (ca.
1 km Luftlinie zum Zentrum). Die spektakuläre Architektur hat den sog.
„Bilbao-Effekt“ zur Folge: viele Touristen kommen speziell, um dieses
Bauwerk zu besichtigen! Bilbao hat ein Mehrzweckgebäude, das auch für
Kongresse genutzt werden kann. Es befindet sich am Rande der Altstadt auf
dem Gelände einer ehemaligen Werft (ca. 1 km Luftlinie zum Zentrum).
Gemeinsam ist den drei „Leuchttürmen“ der Architektur, dass sie das
Modernste sind, das ihre jeweilige Zeit hervorgebracht hat. Möglich wurde
das, weil diese Gebäude in einem adäquaten, freien, auf sie
zugeschnittenen Umfeld errichtet wurden und sie sich nicht in eine
historisch enge Altstadt einfügen mussten. Zwischen einem Heidelberger
Kongresszentrum im Bahnhofsbereich / Bahnstadt und der Altstadt lägen ca.
1,2 km – eine Entfernung, die mit allen Verkehrsmitteln leicht zu
bewältigen ist.
Heidelberg darf sich die Chance auf gute Architektur in einer modernen
City im Westen (mit dem Bahnhof in der neuen Stadtmitte) nicht zerstören
lassen, indem es jetzt ohne architektonischen Mut etwas Angepasstes in der
Altstadt versteckt - ohne die Möglichkeit späterer Erweiterungen und
Fortentwicklungen.
Mutige und gute Moderne am richtigen Ort begrüßen die BÜRGER FÜR
HEIDELBERG uneingeschränkt!
Zu der geplanten Architektur der Stadthallenerweiterung wie zum
falschen Standort eines Kongresszentrums in der Altstadt stimmen sie beim
Bürgerentscheid am 25. Juli mit NEIN!
ViSdP: BÜRGER FÜR HEIDELBERG e.V.
Hortus Palatinus
Eine Rekonstruktion des Hortus Palatinus bedroht das Denkmal
Heidelberger Schloss !
Die Argumente der BÜRGER FÜR HEIDELBERG:
mehr dazu.....
weitere Schriften zum Thema:
Volkmar Eidloth: GRÜNE
KULTURDENKMALE – ANDEUTUNGEN ÜBER GARTENDENKMALPFLEGE
Auszüge
aus "Denkmalpflege in Baden-Württemberg"
Siedlung aus den 20er Jahren. Steht unter Denkmalschutz. Im Besitz der GGH. Soll trotz
Denkmalschutz abgerissen und größer neu gebaut werden. Argument der GGH: Wohnungen sind nicht zeitgemäß genug, Wohnzimmer zu klein.
BfHD: "Sanieren statt Abriss und Neubau"
Das Regierungspräsidium hat den Neubau eines dreigeschossigen Hauses im ehemaligen Garten des
Palais Nebel genehmigt. Die denkmalgeschützte „Sachgesamtheit“ wird dadurch dauerhaft beschädigt. Das jahrelang genannte Argument, ohne Neubau
würden Verluste entstehen, wird nicht mehr erwähnt.
BfHD: "Wir bedauern den rücksichtslosen Umgang mit dem kulturellen Erbe der Stadt"
Eine Bürgerstiftung wird nicht nur von einer Person bestimmt, sondern stets von mehreren
kontrolliert. Dadurch wird vermeiden, dass Einzelinteressen zum Zuge kommen.
BfHD: "Wir sind hier initiativ zur Gründung der Stiftung tätig"
Die Ziele der Altstadtplanung aus den 1970er Jahren sind in vielen Bereichen verfehlt worden.
Z.B. Wohnen festigen, mehr Grün.
Heutige Probleme: Lärm / Übernutzung mit Events /Folgeprobleme: Randale, Vandalismus, Entwicklung zu ´krimineller Drosselgasse´ /
Fehlentwicklung der Geschäftsstruktur / Verödung der Nebenstraßen /
Nach mehrjährigem „Runden Tisch“ mit städtischen Ämtern, Polizei und BfHD haben 18 Wirte 2003 und 2004 eine Vereinbarung unterschrieben.
Leider wird sie selten eingehalten.
BfHD: "Wir fordern mehr Rücksicht sauf die Bedürfnisse der Bewohner / einen Bürger-Anwalt als
Pendant zum Citymanager / den 2001 vom GR beauftragten >Bebauungsplan östliche Altstadt< endlich zu erstellen"
1976 haben wir gegen den Willen der Stadt eine vierspurige Straße am Neckar entlang der Altstadt
verhindert. Damals schlugen wir schon einen Tunnel durch den Königstuhl vor.
Ein weitgehend vom Autoverkehr befreites Neckarufer wäre ideal.
Der Neckarufertunnel bringt jedoch keine Lösung. Es gibt gute Gründe, die gegen den Bau des Neckarufertunnels sprechen.
Als Interimslösung wird
eine “Stadt am Fluss light” (wie vom “studio mobile concepts
vorgeschlagen)
BfHD: "Einzelne Teile könnten verwirklicht werden - unter Berücksichtigung des Ziels einer
weitgehenden Verkehrsentlastung"
Von großen Konzernen sind Anträge auf Errichtung von EKZen an verschiedenen Orten der Stadt
gestellt worden (Theaterplatz/ Hinter dem Hauptbahnhof als Riegel vor der Bahnstadt/ im Altklinikum / an der Kurfürsten Anlage anstelle der
Behördenbauten)
BfHD: " Zuerst muss geklärt werden, ob und warum Heidelberg ein EKZ braucht. Was soll es für die
Gesamtstadt bewirken? Ein EKZ in der Altstadt lehnen wir ausdrücklich ab.
1988 machten die BfHD darauf aufmerksam, dass der
Theaterplatz nur mit Autos voll gestellt ist. Wir machten Vorschläge für eine andere Nutzung (Broschüre). Anfang der 1990er Jahre schrieb die
Stadt Heidelberg eine Planung für diesen Platz aus. Nichts ist seither geschehen,
BfHD: "wir fordern, dass der Platz ruhig und kommerzfrei gestaltet wird"
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